CO2-Verpressung in Erdöl- und Ergasfelder kann nur durch Änderung des Bergrechts verhindert werden

Auch in Deutschland soll in Zukunft wie schon in anderen Ländern Kohlendioxid (CO2) in Erdgas- und Erdölfelder zur Erhöhung der Ausbeute eingepresst werden. Dabei verbleibt das CO2 dann weitgehend im Untergrund. Es treten für die Umwelt dann die gleichen Gefahren wie bei der CO2-Endlagerung auf, obwohl geringere rechtliche Anforderungen bestehen. Der VSR-Gewässerschutz fordert daher dringend eine entsprechende Ergänzung im Bundesberggesetz. Für die Verpressung von Kohlendioxid zur Stimulation in Erdöl- und Erdgaslagerstätten sind nach heutigem Recht die Bergbehörden der Länder zuständig. mehr


                                

CO2-Abscheidung ist trotz erfolgreichen Widerstands hierzulande noch lange nicht erledigt - Durch CCS satte Gewinne in Export und Ölförderung

Von Anfang an ist es Konzernen und Politik bei der CCS-Technologie neben Klimaschutz auch um Exportinteressen gegangen: Größere Demonstrationsprojekte zur CO2-Endlagerung konnten hierzulande bisher zwar verhindert werden, lassen sich aber durch Produkte und Know-how aus Deutschland in anderen Ländern trotzdem realisieren. Zudem besteht die Gefahr, dass die Technologie in der BRD zur Erhöhung der Erdöl- und Erdgasausbeutung eingesetzt wird. weiter zum Artikel in der Waterkant




                                  

                                           

Widerstand gegen die Einlagerung von CO2 in den Untergrund muss nun weltweit geführt werden: Zuerst wird das Trinkwasser in China gefährdet, später auch wieder in Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Der VSR-Gewässerschutz kritisiert, dass in Deutschland der Widerstand in der Bevölkerung gegen die CO2-Endlagerung mit taktischen Strategien von Seiten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und den Konzernen beseitigt werden soll. Dem Weltkohleverband war es auf der Klimaschutzkonferenz im Dezember gelungen, die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) als »Clean Development Mechanism« (CDM) im Rahmen des Emissionshandels zu etablieren. Dies hat für die deutschen Konzerne enorme Vorteile. Zum einen ist man in der nächsten Zeit nicht mehr auf die CO2-Endlagerung in Deutschland angewiesen. In Ländern mit stark eingeschränkten Menschenrechten wie in China kann man ohne die Existenz einer effektiven Umweltbewegung mit der Endlagerung experimentieren und sich die versteckten CO2-Mengen auch noch auf den eigenen Ausstoß in Deutschland anrechnen lassen. Zum anderen legt sich der Widerstand in Deutschland gegen die CO2-Endlagerung und es kann endlich zu einem CCS-Gesetz und zu Sicherheitsstandards im Sinne der Energiekonzerne kommen. In einigen Jahren können dann die Konzerne wieder versuchen auch in Deutschland CO2 endzulagern. mehr

                                 

Ab ins Meer mit dem CO2 aus den Kraftwerken
Trotz der bundesweiten Proteste der Bürger ist die deutsche Wirtschaft und Wissenschaft führend in der CCS-Technologie. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) koordiniert das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) zwei große Forschungsprojekte wie das CO2 im Meer entsorgt werden könnte. Für diese Projekte wurden Milliarden an EU-Gelder bereitgestellt. mehr
      

                       

CCS-Gesetz im Bundesrat gescheitert

Nach dem Scheitern des CCS-Gesetzes im Bundesrat am 23.09.2011 sieht der VSR-Gewässerschutz nun die Chance, dass das große Risiko für unsere Grundwasservorräte durch die CO2-Endlagerung nun endgültig abgewendet werden kann. Damit wäre das Trinkwasser für die zukünftige Bevölkerung und das Wasser zum Bewässern in der Landwirtschaft wieder gesichert.

  • Dem Grundwasserschutz muss wieder oberste Priorität eingeräumt werden

Jedes Land kann selbst entscheiden, ob es das Risiko einer CO2-Speicherung eingeht. Daher gibt es nur eine sichere Methode: Die Möglichkeit der EU-Richtlinie auszuschöpfen und in Deutschland keine CO2-Speicherung zuzulassen. Gleichzeitig sollte auch die weitere Forschung zur CO2-Endlagerung eingestellt werden Mit dem so freiwerdenden Geld kann der Ausbau von erneuerbaren Energien noch stärker vorangetrieben werden.

                                     

Der VSR-Gewässerschutz unterstützt den Appell an Bundesrat und Bundespräsident: Keine CO2-Endlagerung

Im Vorfeld der Entscheidung im Bundesrat über das CCS-Gesetz am 23. September fordern Organisationen, Bürgerinitiativen und Verbände mit einem Appell, die Länderkammer und den Bundespräsidenten auf, der Endlagerung von CO2 in Deutschland nicht zuzustimmen. Die Initiatoren rufen jetzt weitere Organisationen auf, sich dem Appell anzuschließen. Am 23. September sollen dann die Unterzeichnerliste dem Bundesrat und Bundespräsidenten übergeben werden.

Die CCS-EU-Richtlinie muss durch ein CCS-Unterlassungsgesetz umgesetzt werden! Unterstützen auch Sie den Appell an Bundesrat und Bundespräsident!


                  
Endlagerung von CO2 in Ketzin – bewusste Unklarheiten zum Speicherraum

Unklare Aussagen über die Speicherung von CO2 im Forschungsspeicher lässt die Einwohner von Havelstädtchen Ketzin im Glauben, dass es sich hier um die Endlagerung im ehemaligen Erdgasspeicher handelt. Allerdings ist dies falsch, da das CO2 in saline Aquifere in noch tieferen Erdschichten unterhalb des aufgegebenen Erdgasspeichers endgelagert wird. So stand selbst in der weit entfernt an der niederländischen Grenze erscheinenden Rheinischen Post am 4 Juli 2011 in einem Interview von Herrn Prof. Kühn "Das einzige Forschungsprojekt ist nahe der Stadt Ketzin im Westen Berlins. Bis 2004 war dort ein Erdgasspeicher in Betrieb. Nun dient er zur Erforschung eines CO2-Speichers." Diese Aussage ist eindeutig falsch. mehr

                

CO2-Speicherung in Kohleflözen auch in Deutschland?

Zur Zeit werden zwei Verfahren erforscht, um CO2 in Kohlenflötzen zu speichern und dabei Methan zu gewinnen. mehr

                   
                                    

Neuer Entwurf des CCS-Gesetzes erlaubt verschmutztes Kohlendioxid in den Untergrund zu injizieren


Der neue Gesetzentwurf zur Endlagerung von Kohlendioxid im Untergrund belegt deutlich, dass die Sicherheit der Bürger immer noch zweitrangig ist. Da an die Konzerne keine Forderungen bezüglich des Reinheitsgrades des einzulagernden Kohlendioxids gestellt werden, müssen die Bürger akzeptieren, welcher Verschmutzungsgrad bei der Injektion für die Konzerne wirtschaftlich vertretbar ist. „Je mehr Schwefeloxide und Sauerstoff das einzulagernde CO2 verschmutzen, umso höher ist die Gefahr, dass sich die Rohrleitungen bei der Injektion zersetzen. Diese Rohre führen durch Grundwasserschichten, die für die Trinkwasserversorgung notwendig sind. Wenn Leckagen auftreten, gelangt das Kohlendioxid mit all seinen Verschmutzungen direkt in den Grundwasserleiter.“, so Harald Gülzow, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). mehr

                                                          


Der VSR-Gewässerschutz lehnt den Entwurf des Gesetzes zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) ab, da dieser Gesetzesentwurf in vielen Punkten keine Sicherheit bietet. mehr

                       

CO2-Speicherung : Gefahr der Versalzung für Grundwasser und Spree

Die Pläne von Vattenfall in Brandenburg Kohlendioxid in den salinen Grundwasserleiter zu speichern bzw. endzulagern kann kurzfristig oder längerfristig zu einer großen Versalzung der Gewässer führen. Besonders kritisch ist, wenn die Probleme erst nach Jahrzehnten auftreten. Das saline Tiefenwasser weist zum Teil ein Viertel Kilogramm Chlorid pro Liter auf. Es ist fünfzigmal so salzig wie die Ostsee. Außerdem ist die Chloridkonzentration 1000 mal höher als die Trinkwasserverordnung zulässt. mehr

         

Wasserfontänen in Schleswig-Holstein durch die CO2-Endlagerung?

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der VSR-Gewässer-schutz fordern die Bergämter auf aus dem Ereignis im November 2009 in Wiesbaden zu lernen und keine nicht abschätzbaren Veränderungen im Untergrund zuzulassen. „Der Vorfall zeigt mal wieder, dass jeder Untergrund immer neue Überraschungen liefern kann. Durch die geplante CO2-Speicherung unter Schleswig-Holstein wird es wesentlich häufiger zu unerwarteten Auswirkungen bei Bohrungen kommen. Dadurch ist mit erheblichen Beeinträchtigungen für die Bevölkerung zu rechnen. mehr

                     

Umweltverbände rufen zum Widerstand gegen die Erkundung für ein CO2-Endlager auf

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der VSR-Gewässerschutz sind entsetzt, dass das Landesbergamtes in Cottbus die Erkundung für einen CO2-Speicher in der Region um das brandenburgische Städtchen Beeskow noch vor dem Erlass eines CCS-Gesetzes erlaubt. Durch die von Vattenfall geplante Untersuchung können letztendlich die Gefahren der Kohlendioxid-Endlagerung gar nicht beurteilt werden. mehr  

       

Leben und Arbeiten mit 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid unter den Füßen?
RWE will Schleswig-Holstein zum Endlager machen

Schnell, nach Ansicht etlicher Kritiker viel zu schnell, will der Gesetzgeber den Weg bereiten für eine rechtliche Freigabe der umstrittenen CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS). Aber während in der Politik noch um die Details dieser Regelung gefeilscht wird, gehen die Energiekonzerne bereits „in die Vollen“ und machen lokal Druck für ihre profitablen, weil hoch subventionierten Speicher-Pläne: ein Überblick. Von unserem Vorstandsmitglied  Susanne Bareiß-Gülzow in der Waterkant (Juni 2009). mehr

CCS - auch E.on will dabei sein

Einen anderen Weg als RWE und Vattenfall will Konkurrent E.ON einschlagen. Die Konzerntochter E.ON Gas Storage soll die Federführung für zwei Bereiche der CCS-Technologiekette übernehmen: Transport und Speicherung. Zurzeit ist das Unternehmen bereits marktführend im Bereich der Erdgasspeicherung. Doch zukünftig will E.ON Gas Storage wie bei Erdgas auch Kapazitäten und zugehörige Dienstleistungen für die Speicherung von CO2 anbieten. Von unserem Vorstandsmitglied Harald Gülzow in der Waterkant (Juni 2009, siehe Seite 14). mehr

           

CCS-Gesetz gibt Energieversorgern Planungssicherheit und gefährdet die regionale Trinkwasserversorgung

Trinkwasser als Lebensmittel Nr. 1 darf unter keinen Umständen durch die Endlagerung von Kohlendioxid verschmutzt werden. Doch genau dies kann keiner ausschließen. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) und der VSR-Gewässerschutz fordert daher, dass erst mal das Ergebnis des aktuellen Forschungsprojekts CO2SINK in Ketzin zur Bewertung des Risikos der CO2-Speicherung im Untergrund abgewartet wird. mehr

                          

Quecksilberkonzentrationen im Untergrund werden zum Betriebsgeheimnis erklärt

Zur Geheimsache erklärt das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB) in Halle mögliche Umweltschäden durch die geplante CO2-Einlagerung in einem Erdgasfeld in der Altmark gegenüber dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU). Nachdem Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz von verschiedenen Bürgern aus der Altmark über vermutete sehr hohe Schwermetallgehalte informiert worden waren, wollten die Umweltschützer auf Grundlage des Umweltinformationsgesetz genauere Daten erhalten. mehr

               

Kohlekraftwerks-Neubau und CO2-Speicherung: Lukratives Geschäft mit hohem Risiko Im Untergrund herrscht keine Sicherheit

„Der Neubau „klassischer“ Kohlekraftwerke ist klimapolitisch nicht mehr durchsetzbar. Neue Techniken zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) sollen ihnen daher zu einem Image scheinbarer CO2-Freiheit verhelfen, um so neue Braun- und Steinkohlekraftwerke wieder vermarkten zu können. Aber die so genannte CCS-Technologie (Carbon Dioxide Capture and Storage) steht auf sehr wackligen Beinen und die Widerstände werden immer größer. Von unserem Vorstandsmitglied Susanne Bareiß-Gülzow in der Waterkant (März 2009, siehe Seite 8) mehr


Abfall statt lebensmittelreines CO2 soll im Untergrund von Ketzin gespeichert werden

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der VSR-Gewässerschutz warnen davor Kohlendioxid aus der Pilotanlage zur Kohlendioxidabscheidung beim Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe in Spremberg in Ketzin endzulagern. Bisher wurden seit letztem Sommer nur etwa 10.000 t reines Kohlendioxid (CO2), das auch in der Lebensmittelindustrie verwendet wird gespeichert. Nun sollen zusätzlich 10.000 t aus Spemberg in den Untergrund von Ketzin eingeleitet werden. Diese zusätzliche Menge CO2 enthält auch schädliche Rückstände aus dem Verbrennungsprozess im Kraftwerk. mehr

                 

Grundwasser darf nicht der Stromgewinnung aus Braunkohle geopfert werden – weder beim Abbau in der Lausitz, noch bei der CO2-Endlagerung in der Altmark

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) und der VSR-Gewässerschutz e.V. unterstützen das Volksbegehren in Brandenburg „Keine neuen Tagebaue - Für eine zukunftsfähige Energiepolitik“, das noch bis zum 9. Februar 2009 stattfindet. Die Ausweitung des Braunkohletagebau in der Lausitz und die damit verbundene und geplante CO2-Einleitung in ein fast ausgebeutetes Erdgasgeld in der Altmark wird immer mehr zum Risiko für die Grundwasservorräte. mehr 

                 

Endlagerung von CO2 aus der ersten Pilotanlage beginnt – der Widerstand auch

Der VSR-Gewässerschutz und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. weisen auf die unabschätzbaren Gefahren der nun bald beginnenden Endlagerung von Kohlendioxid (CO2) in einem Erdgasfeld in der Altmark (Sachsen-Anhalt) hin. Der Energiekonzern Vattenfall nimmt am 9. September 2008 offiziell die weltweit erste Pilotanlage eines Braunkohlekraftwerks mit 30 Megawatt in Spremberg (Brandenburg) in Betrieb, in der das klimaschädliche Kohlendioxid zur späteren unterirdischen Endlagerung abgetrennt wird. Von Spremberg aus werden in den nächsten 3 Jahren 100.000 Tonnen CO2 per LKW in die Altmark transportiert und unter die Erde verbracht. mehr