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Planschbecken im Garten

Mit Brunnenwasser Planschbecken befüllen

Wasserspaß im Garten ohne Gesundheitsbedenken

Ein Planschbecken im eigenen Garten sorgt bei Kindern für Wasserspaß und Abkühlung an heißen Sommertagen. Überfüllte Freibäder oder weite Anfahrtswege mit dem Auto lassen sich vermeiden, wenn im Sommer das kühle Nass im eigenen Garten zur Verfügung steht. Allerdings wird zum Befüllen des Planschbeckens viel Wasser benötigt. Leitungswasser ist dafür zu kostbar. Es muss in vielen Regionen Deutschlands inzwischen aus immer größeren Tiefen gewonnen werden. Doch dieses Tiefengrundwasser stellt eine „eiserne Reserve“ für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung in Not- und Krisenfällen dar und ist daher besonders zu schonen.

Gut, wenn man kostbares Leitungswasser sparen und den kleinen Pool mit Brunnenwasser auffüllen kann. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass keine gesundheitsbedenklichen Belastungen des Grundwassers vorliegen. Denn Kinder verschlucken das Wasser beim Planschen oft und nehmen so Krankheitserreger darüber auf. Aus diesem Grund ist es ratsam das Wasser aus dem eigenen Brunnen testen zu lassen, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Unsere regionalen Auswertungen zeigen auch in Ihrem Landkreis wie es mit der Eignung von Brunnnenwasser zum Befüllen von Planschbecken aussieht.

Jetzt Brunnenwasser testen

Durch die intensive Landwirtschaft wird das Brunnenwasser stark belastet. Häufig stellen wir dann zu hohe Nitratwerte fest. Aber auch andere Verschmutzungen und Krankheitserreger können durch verschiedene Einflüsse ins Wasser geraten. Wir analysieren nicht nur, sondern geben Ihnen Tipps, was Sie bei festgestellten Belastungen machen können.

Nitratuntersuchung am Photometer

Gesundheitsgefahren durch Keime im Brunnenwasser

Bakterien im Brunnewasser festgestellt

Gerade durch die Zunahme an Starkregenfällen stellt der VSR-Gewässerschutz eine höhere Belastung mit coliformen Keimen fest. Poolwasser sollte hygienisch einwandfrei sein. Besonders Kinder verschlucken das Wasser oft und können Krankheitserreger darüber aufnehmen. Selbst, wenn das Wasser gechlort oder anderweitig desinfiziert wird, ist eine Untersuchung notwendig. Der Einsatz dieser Mittel ist zur Verhinderung der Verkeimung bei der Nutzung gedacht und nicht um Vorbelastungen zu beheben. Ist das Brunnenwasser mit Bakterien belastet, so ist es nicht für die Nutzung im Pool geeignet. Wenn wir bei der Brunnenwasseranalyse eine höhere Belastung festgestellt hat, senden wir Ihnen eine Checkliste zur Suche von möglichen Ursachen zu.

Coliforme Keime sind ein Hinweis auf Verunreinigungen durch Oberflächenwasser, das auch andere Erreger beinhalten kann.
E.coli sind Darmbakterien. Kommen sie im Grundwasser vor, ist es durch menschliche oder tierische Ausscheidungen verunreinigt. Es können auch Krankheitserreger, Viren und Wurmeier im Wasser vorhanden sein.

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„Gesundes Trinkwasser aus eigenen Brunnen und Quellen“

vom Umweltbundesamt

PDF: „Tipps über Brunnen und Quellen“

von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich


Eisenbelastung im Brunnenwasser

Durch Eisen kommt es zur Verfärbung des Wassers. Bei höheren Eisenkonzentrationen besteht das Risiko, dass ungeeignete Filteranlagen oder der Durchfluss der Rohrleitungen durch den Eisengehalt eingeschränkt sind. Damit sich das Wasser im Planschbecken nicht verfärbt raten wir Ihnen eine Sandfilteranlage für Pools anzuschließen. Manchmal ist die Zugabe eines Flockungsmittels zur Eisenentfernung sinnvoll.
Gesundheitlich bedenklich ist das Eisen nicht. Bei Planschbecken ohne Filter, die man alle paar Tage neu befüllt, kommt es zu keinen Problemen. Allerdings bildet das Eisen sehr klitschige Beläge. Aufpassen, dass es nicht zur Rutschgefahr kommt. 

Eisen in Brunnenwasserproben

Metalle sind bei sauerstoffarmen Wässern, wie Tiefenwasser, als Eisen (II) bzw. Mangan (II) Ionen im Grundwasser gelöst. Erst, wenn dieses Wasser mit Sauerstoff in Form von Luft in Kontakt kommt, bildet sich unlösliches Eisen (III). Dieses kann man als Verfärbungen und Niederschlag sehen. Es kann zur Brunnenverockerung kommen. Der Brunnen fördert immer weniger Wasser.
Metalle sind bei sauerstoffarmen Wässern, wie Tiefenwasser, als Eisen (II) bzw. Mangan (II) Ionen im Grundwasser gelöst. Erst, wenn dieses Wasser mit Sauerstoff in Form von Luft in Kontakt kommt, bildet sich unlösliches Eisen (III). Dieses kann man als Verfärbungen und Niederschlag sehen.
Es kann daran liegen, dass im Grundwasser ein starker Nitratabbau stattfindet. Höhere Eisenkonzentrationen weisen, bei gleichzeitigen Vorkommen von sehr niedrigen Nitratkonzentrationen, auf gute denitrifizierende Eigenschaften im Grundwasser hin. In vielen Gegenden kommt im Untergrund Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Es wird Stickstoff, Eisen und Sulfat freigesetzt.
Manchmal ist auch noch eine höhere Mangankonzentration vorhanden. Aufgrund dieser kann es bei der Zugabe von Chlor zu einer sehr auffälligen Verfärbung kommen.

Wenn das schon verfärbt aus dem Wasserhahn kommt kann es sich auch um Huminstoffe handeln. Erkennen kann man Huminstoffe an der gelb-braunen Färbung des Wassers. Sie bilden jedoch, im Gegensatz zu Eisen, keinen Bodensatz. Deshalb empfehlen wir, einen Eimer mit Brunnenwasser zu füllen und stehen zu lassen. Wenn die hellgelbe bis gelb-braune Farbe des Wassers bleibt, liegt nahe, dass es sich um Huminstoffe handelt. Je intensiver die Farbe ist, desto mehr Huminstoffe können gelöst sein. Bei der Desinfektion von huminstoffhaltigen Wasser mit Chlor entstehen Desinfektionsnebenprodukte. Unter anderem bilden sich Trihalogenmethane, die auf Leber und Nieren toxisch und krebserregend wirken. Diese können nicht nur über den Mund, sondern auch über die Haut in den Körper gelangen. Wir raten dringend davon ab, huminstoffhaltiges Wasser mit Chlor zu behandeln. Verwenden Sie besser andere Desinfektionsmittel.

Saures Wasser löst giftige Stoffe

Säure-Messung mit dem pH-Meter

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer das Wasser ist. Ein pH-Wert von 7 ist neutral. Es gilt: Je kleiner der Wert, desto saurer ist das Wasser. Leider bringt saures Grundwasser einige Probleme mit sich. Saures Wasser kann Filteranlagen zum Rosten bringen. Außerdem löst es Metalle im Untergrund, so dass sich im Poolwasser giftige Schwermetalle oder Aluminium befinden können. Ein weiteres Problem stellt dann auch die Verwendung von Desinfektionsmittel dar. Viele Desinfektionsmittel sind auf einen bestimmten Säuregehalt (also einen bestimmten pH-Wert) abgestimmt.

In den Regionen mit vielen Massentierhaltungen entstehen hohe Ammoniakemissionen. Diese führen zur Versauerung des Grundwassers.

Andere Experten zum Thema „Versauerung“

„Versauerung“

vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

PDF „Grundwasserversauerung“

vom Niedersächsischen Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz


Nitrate führen im Pool zu starkem Algenwachstum

Es muss nicht der Trinkwassergrenzwert eingehalten werden. Jedoch ist es wichtig die Nitratkonzentration im eigenen Brunnenwasser zu kennen. Höhere Konzentrationen führen zu stärkerer Algenbildung und Biofilmen. Das Wasser wird mit der Zeit trüb und grün. Wenn Sie das Wasser trotzdem nutzen wollen, muss es entweder sehr häufig gewechselt werden oder man muss entsprechende Wasserpflegemittel zusetzen. Interessieren Sie sich dafür wie es in Ihrer Region mit Nitratbelastung im Grundwasser aussieht so geben Sie in unserer Suchfunktion Ihren Kreis ein.

Eine Küvette mit einer schäumenden Chemikalie.

Nitrate sind ein Bestandteil der in der Landwirtschaft und Gartenbau eingesetzten Dünger und für das Wachstum der Pflanzen notwendig. Im Grundwasser liegen im unbelasteten Zustand Werte von unter 8 Milligramm pro Liter (mg/l) vor.
Die Hauptursache für die Nitratbelastung im Grundwasser ist die Landwirtschaft. Werden zum falschen Zeitpunkt oder zu viel gedüngt, wird das leicht lösliche Nitrat mit dem Regen in tiefere Grundwasserschichten geschwemmt und steht den Pflanzen nicht mehr zum Wachsen zur Verfügung.

Wasser sparen beim Planschen – Nur so große Planschbecken kaufen wie nötig

Zwei Kinder spielen im Wasser mit einem Ball

Bei kleinen Planschbecken bietet es sich an, keine Wasserpflegeprodukte zuzusetzen und das Wasser spätestens nach drei Tagen zu wechseln. Dann ist das Wasser zum Gießen geeignet. Wer es nicht mühselig mit der Gießkanne aus dem Planschbecken schöpfen will, kann sich hierfür auch eine einfache Schmutzwasserpumpe aus dem Baumarkt zulegen. Wenn der Garten nicht groß genug ist, um das Wasser auf einmal zum Bewässern zu verwenden, kann es in einer Regentonne zwischengelagert werden. Bei großen Planschbecken Wasserqualität mit Pflegeprodukten sicherstellen. Damit es nur einmal im Sommer gefüllt werden muss.


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