
Brunnenwasser im Kreis Plön
Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Plön gehalten. 48 Brunnenbesitzer besuchten unsere Informationsstände am Labormobil, um ihre Wasserproben zur Analyse abzugeben, oder haben uns die Wasserprobe per Post zugesandt.
Der VSR-Gewässerschutz hat sich zum Ziel gesetzt, dass Gartenbesitzer ihr Brunnenwasser ohne Einschränkungen nutzen können. Dadurch wird kostbares Leitungswasser gespart. Mit den Ergebnissen unserer Brunnenwasseruntersuchungen leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Belastungen im Grundwasser.
Brunnenwasseranalyse im Kreis Plön
Leider wird unser Labormobil dieses Jahr nicht zu Ihnen in den Kreis kommen.
Sie können uns aber Ihrer Wasserprobe von März bis November mit der Post zusenden.
Durch unsere Untersuchungen erfahren Sie, ob Ihr Brunnenwasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teich geeignet ist. Außerdem können wir auch eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist.
Belastung des Brunnenwassers im Kreis Plön
Nitrat im Brunnenwasser im Kreis Plön
Der VSR-Gewässerschutz stellte bei den Brunnenwasser-Analysen im Kreis Plön von 2019 bis 2024 fest: 19,0 % der Brunnenwasserproben im Kreis Plön überschreiten erschreckenderweise den Grenzwert der Nitratrichtlinie von 50 mg/l Nitrat. Bei der Überschreitung des Grenzwertes ist das Wasser nicht mehr als Trinkwasser geeignet. Bei 28,6 % der Brunnen lag die Nitratkonzentrationen zwischen 25 und
50 mg/l. 28,6 % der Wasserproben wiesen eine Nitratbelastung von 10 mg/l bis 25 mg/l auf. Besonders erfreulich war, dass 23,8% der untersuchten Wasserproben im Kreis Plön unter 10 mg/l liegen. Auf der Nitratseite finden Sie umfassende Informationen zu den Nitratergebnissen.

Bakterien im Brunnenwasser im Kreis Plön
Jeder Brunnen altert mit der Zeit und kann undicht werden. Eindringendes Oberflächenwasser transportiert auf diesem Weg coliforme Keime in den Brunnen. Gerade Starkregenfälle können zu Bakterien im Brunnenwasser führen.
Bei den Wasseruntersuchungen im Kreis Plön fand der VSR-Gewässerschutz coliforme Keime in 28,6 % der 2021 bis 2025 untersuchten Brunnen. Eine weitere Gefahr stellen im Untergrund liegende defekte Abwasserleitungen dar. In diesem Fall kann Abwasser ins Grundwasser eindringen und dieses mit E. coli belasten. E. coli-Bakterien fanden die Experten vom VSR-Gewässerschutz in 4,8 % der untersuchten Brunnen.

Eisen im Brunnenwasser im Kreis Plön
Eisen im Brunnenwasser ist unangenehm, aber nicht gefährlich und stellt bis zu einem Wert von 0,8 mg/l beim Trinken oder auch beim Befüllen eines Planschbeckens kein Problem dar. In der deutschen Trinkwasserverordnung liegt dieser Grenzwert bereits bei 0,2 mg/l. Dies wurde jedoch in erster Linie aus optischen und geschmacklichen Gründen festgelegt. Im Kreis Plön haben wir in 5,0% der 2019 bis 2024 untersuchten Brunnen schon Eisengehalte von über 0,8 mg/l gefunden. Durch den vorhandenen Nitratabbau im Untergrund wird dieser Anteil weiter steigen.

Daten: Brunnenwassermessungen 2018 bis 2023 vom VSR-Gewässerschutz
Weitere interessante Informationen aus dem Kreis Plön


Brunnenwasseranalyse im Kreis Plön
Helfen Sie Grundwasserbelastungen aufzudecken!
Je mehr Brunnenwasserproben wir zur Analyse erhalten, umso aussagekräftiger ist auch unsere Bewertung zur Grundwasserbelastung in Ihrer Region. Die bisherigen Untersuchungen zeigen: Das Brunnenwasser im Kreis Plön kann mit verschiedenen Stoffen belastet. Schließen Sie Gesundheitsrisiken aus und lassen Sie Ihr Brunnenwasser bei uns testen – wir decken Belastungen zuverlässig auf und beraten individuell, was das Ergebnis für Sie bedeutet.

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