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Eisen im Brunnenwasser

Eisen Problem und Lösung bei der Nutzung des Brunnenwassers

Wassertropen zeigt Daumen hoch zum Trinkwasser

Eisen im Trinkwasser

Eisen(II) und Mangan(II) stellen üblicherweise keine Gefährdung der menschlichen Gesundheit beim Trinken dar. Es hat aber in höheren Konzentrationen einen unangenehmen Geschmack, außerdem wird das Wasser trüb und verfärbt sich. Jeweilige Ablagerungen können auch als Nährboden für ins Leitungsnetz gelangte Bakterien dienen. Daher ist bei höheren Eisen- und Mangankonzentrationen eine Verunreinigung durch Keime möglich. Der Leitungswassergrenzwert für Eisen liegt deswegen bei 0,2 mg/l der von Mangan bei 0,05 mg/l. Im Brunnenwasser ist dagegen auch eine Konzentration bis 0,8 mg/l Eisen tolerierbar.

Teddybär sitzt mit seiner Ente in der Badewanne

Eisen im Schwimmwasser

Bei höheren Eisen- und Mangankonzentrationen können ungeeignete Filteranlagen oder der Durchfluss in den Rohrleitungen eingeschränkt werden. Bei der Zugabe von Chlor kann es darüber hinaus zu sehr auffälligen Verfärbungen kommen.
Damit sich das Wasser im Planschbecken nicht verfärbt, raten wir Ihnen, eine Sandfilteranlage für Pools anzuschließen. Manchmal ist auch die Zugabe eines Flockungsmittels zur Eisenentfernung sinnvoll.

Comic Fisch mit großen Augen

Eisen im Teichwasser

Hohe Eisen- und Mangankonzentrationen im Teichwasser können zu schweren Schädigungen der Fische führen. Eisen stört zudem die Ökologie im Teich. Im Teichwasser sollte ein Eisengehalt von unter 0,2 mg/l sein, zu wenig ist aber nicht gut für die Wasserpflanzen. Bei Mangan sollte der Gehalt unter 0,1 mg/l sein.

Ein Bund Radieschen

Eisen im Gießwasser

Eisen ist für Pflanzen zwar ein wichtiges Spurenelement, aber ein Eisenüberschuss kann auch schädlich sein. Oft funktioniert es, das Wasser in eine Tonne zu pumpen und zu warten, bis sich das Eisen abgelagert hat.

Eine laufende Waschmaschine in comic Grafik

Eisen im Waschwasser

Eisen beeinflusst die Funktionsfähigkeit der Waschmaschine. Es führt auf der Wäsche zu rotbraunen und Mangan zu schwarzbraunen Flecken, die nur schwer zu entfernen sind.

Häufig gestellte Fragen (FAQ):

Eisen selbst stellt keine Gefährdung dar. Die Ablagerungen in der Leitung können jedoch als Nährboden für Bakterien dienen. Zudem kann bereits ab 0,3 mg/l ein metallischer Geschmack festgestellt werden.
Metalle sind bei sauerstoffarmen Wässern, wie Tiefenwasser, als Eisen (II) bzw. Mangan (II) Ionen im Grundwasser gelöst. Erst, wenn dieses Wasser mit Sauerstoff in Form von Luft in Kontakt kommt, bildet sich unlösliches Eisen (III). Dieses kann man als Verfärbungen und Niederschlag sehen.
Die Ablagerungen können über Jahre zur Brunnenverockerung führen. Dies führt zu einem unangenehmen Geruch des Wassers und einer erheblichen Leistungsminderung bei der Wasserförderung.
In der Regel stellt das kein Problem da. Es gibt jedoch einige Pflanzenarten, die empfindlich gegenüber Eisen reagieren, besonders Moose zählen dazu. Außerdem kann eisenhaltiges Wasser Verfärbungen verursachen, zum Beispiel an einer weißen Hauswand.
Das Wasser soll nach den Orientierungswerten der Tränkwasserverordnung nicht mehr als 3 mg/l Eisen enthalten. Darüber hinaus nehmen die Tiere aus geschmacklichen Gründen zu wenig Wasser zu sich. Außerdem kommt es zu Ablagerungen in der Tränke und es bildet sich ein Biofilm.
Ja, bis 0,8 mg/l geht man in Kleinanlagen davon aus, dass es zu keinen Problemen kommt, wenn die anderen Parameter in Ordnung sind.
Es kann zu Verfärbungen auf der Wäsche kommen. Es können sogenannte „Rostflecken“ auftreten.
Bei kleinen Planschbecken, die für kurze Zeit gefüllt werden und ohne Filter betrieben werden, verfärbt sich das Wasser oder bildet einen Niederschlag am Boden. Das ist allerdings gesundheitlich nicht bedenklich.
Erhöhte Eisenkonzentrationen im Trinkwasser lassen sich relativ unkompliziert mithilfe von modernen Filtertechniken entfernen.
Es kann daran liegen, dass im Grundwasser ein starker Nitratabbau stattfindet. Höhere Eisenkonzentrationen weisen, bei gleichzeitigen Vorkommen von sehr niedrigen Nitratkonzentrationen, auf gute denitrifizierende Eigenschaften im Grundwasser hin. In vielen Gegenden kommt im Untergrund Pyrit, eine Eisen-Schwefel-Verbindung vor. Spezielle Bakterien können diese Verbindung nutzen um Nitrat abzubauen. Es entsteht Stickstoff, Eisen und Sulfat.
Nitratuntersuchung am Photometer

 
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