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Rasensprenger gießt eine Wiese

Wasserverschwendung durch Rasensprenger vermeiden

Deutschland leidet unter Hitzerekorden und anhaltender Trockenheit. Steigender Wasserbedarf ist die Folge. Um die Trinkwasservorräte für nachfolgende Generationen zu schützen, wird ein sorgsamer Umgang damit zukünftig immer wichtiger.

Kinder spielen im Planschbecken

Grundsätzlich sollte man daher nachhaltig mit der wertvollen Ressource Wasser umgehen. Gerade in den heißen Sommermonaten werden Rasensprenger für die Bewässerung der Gärten eingesetzt. Häufig laufen die praktischen Regner über einen langen Zeitraum am Tag. Der Wasserverbrauch ist dann unverhältnismäßig hoch. Je nach Regnermodell gehen innerhalb einer Stunde ca. 600 bis 800 l durch die Leitung. Bei stundenlangem Bewässern übersteigt der Verbrauch eines Rasensprengers schnell die Füllung eines 4000 l Pools. Das Planschen im eigenen Garten steht derzeit stark in der Kritik – dabei wird ein Pool nur einmal befüllt und dann meistens den ganzen Sommer über benutzt.

Immer wenn es heiß wird, sind die Freibäder oft überfüllt und wer keine Möglichkeit hat sich in einem Gartenpool abzukühlen, fährt zum nächsten See oder Fluss. Das Baden in diesen Gewässern ist allerdings nicht ungefährlich – das zeigt auf besonders tragische Weise derzeit wieder die steigende Zahl der Badetoten. Aus Sicht des VSR-Gewässerschutz sollte die Nutzung der Pools weiterhin möglich sein – auch in Anbetracht der Sicherheit für Kinder und Jugendliche. Allerdings sollte man darauf achten, dass je nach Alter und Anzahl von Kindern auch kleinere Planschbecken ausreichen. Die Pools sind zum Teil zu groß geworden. Um kostbares Leitungswasser zu sparen, lassen sich die Becken auch mit Brunnenwasser auffüllen.

Wildblumenwiese

Aber auch das Wasser aus dem eigenen Brunnen sollte sparsam und nachhaltig verwendet werden. Viele Gartenbesitzer nutzen bereits gesammeltes Regenwasser für die Bewässerung. Doch in Dürreperioden ist dies schnell verbraucht. Der eigene Brunnen ist daher gefragt wie nie. So kann man bereits bei der Gartengestaltung und dem Gießen der Pflanzen Wasser sparen. Cleveres Bewässern in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden beispielsweise vermeidet Verdunstung. Wer ungern auf eine Rasenfläche verzichten möchte, sollte lieber auf die robusten Sport- und Spielrasen setzen, denn sie benötigen weniger Wasser. Wird der Rasen zusätzlich dann nicht zu kurz gemäht, übersteht er auch eine längere Trockenphase ganz gut. Anspruchslos und gut für die Artenvielfalt sind auch Rasenalternativen wie die Teppichverbene. Ebenfalls bestens für trockene, sonnige Bereiche des Gartens eignen sich Wildblumenwiesen. Die sind nicht nur gut für die Bienen, sondern auch für jeden Gartenbesitzer ein Augenschmauß.

Der Klimawandel mit seinen dramatischen Folgen ist traurige Realität und nur gemeinsam zu bewältigen. Daher ist nicht nur die Privatbevölkerung in die Verantwortung zu nehmen. Auch Städte und Gemeinden müssen verpflichtet werden, die Grundwasserreserven in urbanen Gebieten wieder aufzufüllen So fordern wir bereits seit Langem, dass großflächige Versiegelungen verhindert werden müssen. Es ist dringend erforderlich, anfallendes Regenwasser nicht über die Kanalisation abzuleiten, sondern versickern zu lassen. Mit klugen Stadtplanungskonzepten wie der „Schwammstadt“ begegnet man bereits erfolgreich den sinkenden Grundwasserspiegeln.

Ohne Wasser kein Leben. Trinkwasservorräte müssen vor Belastungen geschützt werden – damit auch zukünftig sauberes Wasser immer und überall in Deutschland ausreichend verfügbar ist.

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