Zum Inhalt springen

Brunnenwasser im Kreis Roth

Informationsstand am Labormobil vom VSR-Gewässerschutz

Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Roth gehalten Brunnenwasser untersucht. Unsere Analyse-Ergebnisse finden Sie hier.

Das Wasser der privat genutzten Brunnen wird nicht durch Wasserschutzgebiete geschützt. Aus diesem Grund, und weil die privaten Brunnen in der Regel oberflächennahes Grundwasser fördern, liegen häufig Belastungen vor. Das Wasser aus 57 % der privat genutzten Brunnen im Kreis Roth ist nicht zum Trinken geeignet! Das hat der VSR-Gewässerschutz bei seinen Untersuchungen der letzten 5 Jahren festgestellt. Die häufigsten Belastungen, die wir festgestellt haben, sind Überschreitungen der Trinkwassergrenzwerte für Nitrat, coliforme Keime und Eisen. Grundwasser stellt auch außerhalb der Wasserschutzgebiete eine wichtige Trinkwasserressource für zukünftige Generationen dar. Am Informationsstand untersuchen wir Brunnenwasser und informieren Bürger über Gewässerbelastungen und ihre Ursachen. Außerdem zeigen wir wie wichtig es ist, dass mehr Regenwasser versickert wird.

Intensive Landwirtschaft führt zu Nitratbelastung im Kreis Roth

Die Landwirtschaft nimmt im Kreis Kitzingen eine große Fläche ein. Es dominiert der intensive Anbau von Mais- und Weizen. Gerade der Anbau von Backweizen mit der zusätzlichen Düngung – aber auch der Maisanbau – führen zu einer erheblichen Nitratbelastung im Grundwasser. Dagegen liegt der Anteil an Flächen mit Ökolandbau im Kreis Kitzingen unter dem bundesdeutschen Schnitt. Dieser könnte im Wesentlichen dazu beitragen, dass eine geringere Nitratauswaschung ins Grundwasser stattfindet. Lesen Sie mehr über die Nitratbelastung und den Ursachen in Ihrer Region.

Traktor bringt Gülle auf einem Feld aus

Nutzen Sie den eigenen Brunnen – so können Sie die Trinkwasservorräte für zukünftige Generationen schonen!

Das Wasser, das im Garten genutzt wird, braucht keine Trinkwasserqualität. Trotzdem müssen aber auch beim Befüllen des Planschbeckens und des Teichs oder beim Tränken von Tieren Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden. Beim Gießen von Gemüse sollte es weder zu Gesundheits- noch zu Pflanzenschäden kommen. Jeder Brunnen ist anders und unterschiedlich tief. Es geraten Belastungen durch verschiedene Einflussfaktoren hinein. Selbst benachbarte Brunnen weisen eine unterschiedliche Qualität des Grundwasser auf. Nur durch eine Analyse des eigenen Brunnenwassers können Belastungen aufgedeckt und Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden.

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei seinen Untersuchungen fest:

Eine Familie planscht mit Wasser im Pool

33 % der privat genutzten Brunnen im Kreis Roth sind ohne weitere Maßnahmen nicht zum Befüllen eines Planschbeckens geeignet

Das Wasser für das Planschbecken muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit unsere Kinder ohne Gesundheitsrisiko im Sommer planschen können. In vielen Fällen gibt es aber einfache Möglichkeiten vorhandene Belastungen zu reduzieren.

Drei Kinder spielen im Badeteich

75 % der Gartenbrunnen im Kreis Roth sind nicht zum Befüllen eines Gartenteichs geeignet

In Fischteichen ist eine gute Wasserqualität sehr wichtig, weil sonst die Fische krank werden oder es gar zum Fischsterben kommt. In Teichen ohne Fischbesatz sind auch noch höhere Belastungen im Füllwasser tolerierbar. Bei Badeteichen ist es wichtig, dass die bakteriologische Belastung gering ist.

Zwei Pferde trinken Wasser aus einer Tränke

5 % der Gartenbrunnen im Kreis Roth sind nicht ohne weitere Maßnahmen als Tränkwasser für Haustiere und Pferde geeignet

Je nachdem welche Tiere damit getränkt werden, dürfen jedoch auch höhere Belastungen im Brunnenwasser enthalten sein. Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine vertragen höhere Nitratkonzentrationen im Tränkwasser im Gegensatz zu den Haustieren und Pferden.

Ein Teammitglied vom VSR-Gewässerschutz berät eine Brunnenbesitzerin an einem Informationsstand in einer deutschen Stadt vor dem Labormobil

Das Labormobil kommt auch wieder in Ihre Region – lassen Sie sich informieren

Über den regionalen Newsletter erfahren Sie, wann Sie Ihr Brunnenwasser in Ihrer Nähe abgeben können. Sie erhalten aber nicht nur die Termine, sondern auch unsere Ergebnisse von festgestellten Belastungen in Ihrem Landkreis.

Eine Brunnenwasserprobe wird in ein Photometer zur Untersuchung gesteckt

Brunnenwasser belastet – was jetzt?

Wir informieren Sie, welche Ursachen dafür vorliegen können. Wir erklären Ihnen, was die Belastung für die Brunnenwasserverwendung im Garten bedeuten und geben Ihnen Tipps, wie Sie trotz der Belastungen das Wasser verwenden können.