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Brunnenwasser in Schwerin

Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Schwerin gehalten und Brunnenwasser untersucht. Unsere Analyse-Ergebnisse finden Sie hier.

Das Wasser der privat genutzten Brunnen wird nicht durch Wasserschutzgebiete geschützt. Aus diesem Grund, und weil die privaten Brunnen in der Regel oberflächennahes Grundwasser fördern, liegen häufig Belastungen vor. Das Wasser aus 33% der privat genutzten Brunnen in Schwerin ist nicht zum Trinken geeignet! Das hat der VSR-Gewässerschutz bei seinen Untersuchungen der letzten 5 Jahren festgestellt. Die häufigsten Belastungen, die wir festgestellt haben, sind Überschreitungen der Trinkwassergrenzwerte für coliforme Keime und Eisen. Grundwasser stellt auch außerhalb der Wasserschutzgebiete eine wichtige Trinkwasserressource für zukünftige Generationen dar. Am Informationsstand untersuchen wir Brunnenwasser und informieren Bürger über Gewässerbelastungen und ihre Ursachen. Außerdem zeigen wir wie wichtig es ist, dass mehr Regenwasser versickert wird.

Geringe Nitratbelastung in Schwerin

In städtischen Bereichen sind kaum Nitratbelastungen im Grundwasser vorhanden

Den größten Flächenanteil in Schwerin beanspruchen die Bebauung, der Verkehrsflächen und die Freizeitbeschäftigung. Dahingegen wird wenig Landwirtschaft betrieben. Wie die Ergebnisse der Untersuchungen vom VSR-Gewässerschutz belegen, gehen von den Park- und Gartenanlagen nur geringe Belastung aus. Die Analysen zeigen: das Brunnenwasser aus städtischen Kleingärten hat überwiegend eine geringe Nitratbelastung. Nur in 4 % der untersuchten Brunnen in den letzten fünf Jahren wurden Nitratkonzentrationen von über 50 mg/l gefunden.

31,5 % Siedlung & Verkehr

Je höher der Anteil der bebauten Flächen ist, umso geringer sind die Nitratbelastungen.

17,3 % Wald

Unter Wald kommt es in der Regel zu geringeren Nitratauswaschungen.

17,3 % Landwirtschaft

Der geringe Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche beeinflusst das Grundwasser nur geringfügig.

33,9 % Sonstige

Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen – hier findet kein auffälliger Nitrateintrag statt.

Quelle für Flächenanteile: Regionatlas Deutschland 2019

Grundwasserbelastungen durch Bakterien nicht zu unterschätzen

Jeder Brunnen altert mit der Zeit und kann undicht werden. Eindringendes Oberflächenwasser transportiert auf diesem Weg coliforme Keime in den Brunnen. Gerade die Starkregenfälle im Sommer 2021 haben zur bakteriologischen Belastung vieler Brunnen geführt. Eine weitere Gefahr stellen die Abwasserleitungen dar. Durch Erschütterungen oder Wurzeln der Bäume können Rohrleitungen beschädigt werden. Abwasser kann dann ins Grundwasser eindringen.

Nutzen Sie den eigenen Brunnen – so können Sie die Trinkwasservorräte für zukünftige Generationen schonen!

Das Wasser, das im Garten genutzt wird, braucht keine Trinkwasserqualität. Trotzdem müssen aber auch beim Befüllen des Planschbeckens und des Teichs oder beim Tränken von Tieren Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden. Beim Gießen von Gemüse sollte es weder zu Gesundheits- noch zu Pflanzenschäden kommen. Jeder Brunnen ist anders und unterschiedlich tief. Es geraten Belastungen durch verschiedene Einflussfaktoren hinein. Selbst benachbarte Brunnen weisen eine unterschiedliche Qualität des Grundwasser auf. Nur durch eine Analyse des eigenen Brunnenwassers können Belastungen aufgedeckt und Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden. In den Städten existieren leider auch viele Altlasten. Informieren Sie sich bitte beim Umweltamt der Stadtverwaltung, ob Ihr Brunnen davon betroffen sein könnte.

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei seinen Untersuchungen fest:

41 % der Gartenbrunnen in Schwerin sind ohne weitere Maßnahmen nicht zum Befüllen eines Planschbeckens geeignet

Das Wasser für das Planschbecken muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit unsere Kinder ohne Gesundheitsrisiko im Sommer planschen können. In vielen Fällen gibt es aber einfache Möglichkeiten vorhandene Belastungen zu reduzieren.

18% der privat genutzten Brunnen in Schwerin sind nicht ohne weitere Maßnahmen als Tränkwasser für Haustiere und Pferde geeignet

Je nachdem welche Tiere damit getränkt werden, dürfen jedoch auch höhere Belastungen im Brunnenwasser enthalten sein. Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine vertragen höhere Nitratkonzentrationen im Tränkwasser im Gegensatz zu den Haustieren und Pferden.

Das Labormobil kommt auch wieder in Ihre Region – lassen Sie sich informieren

Über den regionalen Newsletter erfahren Sie, wann Sie Ihr Brunnenwasser in Ihrer Nähe abgeben können. Sie erhalten aber nicht nur die Termine, sondern auch unsere Ergebnisse von festgestellten Belastungen in Ihrem Landkreis.

Brunnenwasser belastet –
und was jetzt?

Wir informieren Sie, welche Ursachen vorliegen können.Sie erfahren, was die Belastung für die Brunnenwasserverwendung im Garten bedeuten. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie trotz den Belastungen das Wasser verwenden können.