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Brunnenwasser im Kreis Diepholz

Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Bassum, Sulingen, Twistringen, Bruchhausen-Vilsen, Stuhr Brinkum und Weyhe gehalten und Brunnenwasser untersucht. Unsere Analyse-Ergebnisse finden Sie hier.

Das Wasser der privat genutzten Brunnen wird nicht durch Wasserschutzgebiete geschützt. Aus diesem Grund, und weil die privaten Brunnen in der Regel oberflächennahes Grundwasser fördern, liegen häufig Belastungen vor. Das Wasser aus 87 % der privat genutzten Brunnen im Kreis Diepholz ist nicht zum Trinken geeignet! Das hat der VSR-Gewässerschutz bei seinen Untersuchungen der letzten 5 Jahren festgestellt. Die häufigsten Belastungen, die wir festgestellt haben, sind Überschreitungen der Trinkwassergrenzwerte für Nitrat, coliforme Keime und Eisen. Grundwasser stellt auch außerhalb der Wasserschutzgebiete eine wichtige Trinkwasserressource für zukünftige Generationen dar. Am Informationsstand untersuchen wir Brunnenwasser und informieren Bürger über Gewässerbelastungen und ihre Ursachen. Außerdem zeigen wir wie wichtig es ist, dass mehr Regenwasser versickert wird.

Intensive Landwirtschaft führt zu Nitratbelastung im Kreis Diepholz

Die Landwirtschaft nimmt im Kreis Diepholz eine große Fläche ein. Es dominiert der intensive Anbau von Mais- und Weizen. Gerade der Anbau von Backweizen mit der zusätzlichen Düngung – aber auch der Maisanbau – führen zu einer erheblichen Nitratbelastung im Grundwasser. Dagegen liegt der Anteil an Flächen mit Ökolandbau im Kreis Diepholz unter dem bundesdeutschen Schnitt. Dieser könnte im Wesentlichen dazu beitragen, dass eine geringere Nitratauswaschung ins Grundwasser stattfindet. Lesen Sie mehr über die Nitratbelastung und den Ursachen in Ihrer Region…

Traktor bringt Gülle auf einem Feld aus

Nutzen Sie den eigenen Brunnen – so schonen Sie die Trinkwasservorräte für zukünftige Generationen!

Das Wasser, das im Garten genutzt wird, braucht keine Trinkwasserqualität. Trotzdem müssen aber auch beim Befüllen des Planschbeckens und des Teichs oder beim Tränken von Tieren Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden. Beim Gießen von Gemüse sollte es weder zu Gesundheits- noch zu Pflanzenschäden kommen. Jeder Brunnen ist anders und unterschiedlich tief. Es geraten Belastungen durch verschiedene Einflussfaktoren hinein. Selbst benachbarte Brunnen weisen eine unterschiedliche Qualität des Grundwasser auf. Nur durch eine Analyse des eigenen Brunnenwassers können Belastungen aufgedeckt werden.

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei seinen Untersuchungen fest:

Eine Familie planscht mit Wasser im Pool

74 % der privat genutzten Brunnen im Kreis Diepholz sind ohne weitere Maßnahmen nicht zum Befüllen eines Planschbeckens geeignet

Das Wasser für das Planschbecken muss bestimmte Anforderungen erfüllen, damit unsere Kinder ohne Gesundheitsrisiko im Sommer planschen können. In vielen Fällen gibt es aber einfache Möglichkeiten vorhandene Belastungen zu reduzieren.

Zwei Pferde trinken Wasser aus einer Tränke

32 % der Gartenbrunnen im Kreis Diepholz sind nicht ohne weitere Maßnahmen als Tränkwasser für Haustiere und Pferde geeignet

Je nachdem welche Tiere damit getränkt werden, dürfen jedoch auch höhere Belastungen im Brunnenwasser enthalten sein. Nutztiere wie Rinder, Schafe und Schweine vertragen höhere Nitratkonzentrationen im Tränkwasser im Gegensatz zu den Haustieren und Pferden.

Ein Teammitglied vom VSR-Gewässerschutz berät eine Brunnenbesitzerin an einem Informationsstand in einer deutschen Stadt vor dem Labormobil

Das Labormobil kommt auch wieder in Ihre Region

Über den regionalen Newsletter erfahren Sie, wann Sie Ihr Brunnenwasser in Ihrer Nähe abgeben können. Sie erhalten aber nicht nur die Termine, sondern auch unsere Ergebnisse von festgestellten Belastungen in Ihrem Landkreis.

Eine Brunnenwasserprobe wird in ein Photometer zur Untersuchung gesteckt

Brunnenwasser belastet – was jetzt?

Wir informieren Sie, welche Ursachen dafür vorliegen können. Wir erklären Ihnen, was die Belastung für die Brunnenwasserverwendung im Garten bedeuten und geben Ihnen Tipps, wie Sie trotz der Belastungen das Wasser verwenden können.

Hier eine Auswahl von Artikeln und Filmen über unsere Arbeit im Kreis Diepholz

17.08.2021 Weserkurier 86 Proben beim Labormobil abgegeben