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Labormobil im Kreis Rotenburg

Brunnenwasser im Kreis Rotenburg

Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Rotenburg (Wümme), Visselhövede, Zeven und Bremervörde gehalten. 1125 Brunnenbesitzer besuchten unsere Informationsstände und gaben ihre Wasserproben zur Analyse ab. Zusätzlich wurde unsere Arbeit durch Bürger aus Sottrum, Tarmstedt, Sittensen und Selsingen unterstützt, die uns ihr Brunnenwasser per Post zur Untersuchung zugesandt haben.

Der VSR-Gewässerschutz hat sich zum Ziel gesetzt, dass Gartenbesitzer ihr Brunnenwasser ohne Einschränkungen nutzen können. Dadurch wird kostbares Leitungswasser gespart. Mit den Ergebnissen unserer Brunnenwasseruntersuchungen leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Belastungen im Grundwasser.


Brunnenwasseranalyse im Kreis Rotenburg (Wümme)

Am Montag, den 10. 08. 2026 hält das Labormobil von 15 Uhr bis 17 Uhr auf dem Pferdemarkt in Rotenburg.

Bitte überprüfen Sie hier kurz vor dem Termin noch einmal, ob die Aktion stattfindet

Alternativ können Sie uns auch von März bis November eine Wasserprobe per Post zusenden.

Die Grunduntersuchung von Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro im Labormobil durchgeführt. Gegen eine Kostenbeteiligung können auch weitere Parameter untersucht werden. Durch diese ergänzenden Untersuchungen erfahren Sie, ob Ihr Brunnenwasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teich geeignet ist. Außerdem können wir auch eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist.


Belastung des Brunnenwassers im Kreis Rotenburg (Wümme)

Nitrat im Brunnenwasser im Kreis Rotenburg (Wümme)

Der VSR-Gewässerschutz stellte bei den Brunnenwasser-Analysen im Kreis Rotenburg (Wümme) von 2019 bis 2024 fest: 21,6 % der Brunnenwasserproben im Kreis Rotenburg (Wümme) überschreiten erschreckenderweise den Grenzwert der Nitratrichtlinie von 50 mg/l Nitrat. Besonders schockierend ist, dass 5,4 % der Brunnen sogar über 100 mg/l Nitrat liegen. Bei der Überschreitung des Grenzwertes ist das Wasser nicht mehr als Trinkwasser geeignet. Bei 21,3 % der Brunnen lag die Nitratkonzentrationen zwischen 25 und 50 mg/l. 17,4 % der Wasserproben wiesen eine Nitratbelastung von 10 mg/l bis 25 mg/l auf.  Besonders erfreulich war, dass 39,6% der untersuchten Wasserproben im Kreis Rotenburg (Wümme) unter 10 mg/l liegen. Auf der Nitratseite finden Sie umfassende Informationen zu den Nitratergebnissen.

Auswertung der Nitratergebnisse im Kreis Rotenburg/Wümme aus den Jahren 2019 bis 2024

Bakterien im Brunnenwasser im Kreis Rotenburg (Wümme)

Jeder Brunnen altert mit der Zeit und kann undicht werden. Eindringendes Oberflächenwasser transportiert auf diesem Weg coliforme Keime in den Brunnen. Gerade Starkregenfälle können zu Bakterien im Brunnenwasser führen.
Bei den Wasseruntersuchungen im Kreis Rotenburg (Wümme) fand der VSR-Gewässerschutz coliforme Keime in 15,7 % der 2021 bis 2025 untersuchten Brunnen. Eine weitere Gefahr stellen im Untergrund liegende defekte Abwasserleitungen dar. In diesem Fall kann Abwasser ins Grundwasser eindringen und dieses mit E.coli belasten. E.coli-Bakterien fanden die Experten vom VSR-Gewässerschutz in 5,2 % der untersuchten Brunnen.

Bakterienbelastung im Kreis Rotenburg

Eisen im Brunnenwasser im Kreis Rotenburg (Wümme)

Eisen im Brunnenwasser ist unangenehm, aber nicht gefährlich und stellt bis zu einem Wert von 0,8 mg/l beim Trinken oder auch beim Befüllen eines Planschbeckens kein Problem dar. In der deutschen Trinkwasserverordnung liegt dieser Grenzwert bereits bei 0,2 mg/l. Dies wurde jedoch in erster Linie aus optischen und geschmacklichen Gründen festgelegt. Leider haben wir im Kreis Rotenburg (Wümme) in 26,9 % der 2019 bis 2024 untersuchten Brunnen schon Eisengehalte von über 0,8 mg/l gefunden. Bei solch hohen Werten kann es zu Problemen bei technischen Geräten kommen und die Ablagerungen von Eisen in den Leitungen können einen Nährboden für Keime darstellen.

Auswertung der Eisenergebnisse in privaten Brunnen im Kreis Rotenburg-Wümme aus den Jahren 2019 bis 2024

PFAS im Brunnenwasser im Kreis Rotenburg

PFAS (auch PFC genannt) gelangt über unterschiedliche Wege ins Grundwasser. Oft führte der Einsatz von Löschschaum bei Übungen an Militärstandorten zu PFAS im Grundwasser. Im Kreis Rotenburg besteht der Verdacht, dass das Grundwasser im Bereich der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf  mit PFAS belastet ist. Genaue Bestätigungen stehen jedoch noch aus. Der VSR-Gewässerschutz sammelt derzeit Daten zur Brunnenwasserbelastung mit PFAS rund um die Fallschirmjägerkaserne. Mit dem Auftrag einer Wasseranalyse unterstützen Sie uns als gemeinnützige Organisation bei der Aufdeckung von PFAS- Belastungen im Grundwasser.

Die Feherwehr löscht einen Brand.
Stand: 15.11.2019 Quelle: Drucksache 19/15249

Weitere interessante Informationen aus dem Kreis Rotenburg (Wümme)


Brunnenwasseranalyse im Kreis Rotenburg (Wümme)

Helfen Sie Grundwasserbelastungen aufzudecken!

Je mehr Brunnenwasserproben wir zur Analyse erhalten, umso aussagekräftiger ist auch unsere Bewertung zur Grundwasserbelastung in Ihrer Region. Die bisherigen Untersuchungen zeigen: Leider ist das Brunnenwasser im Kreis Rotenburg (Wümme) nicht nur mit Nitrat, sondern auch mit verschiedenen anderen Stoffen belastet. Schließen Sie Gesundheitsrisiken aus und lassen Sie Ihr Brunnenwasser bei uns testen – wir decken Belastungen zuverlässig auf und beraten individuell, was das Ergebnis für Sie bedeutet.


Ein Mann und ein junges Mädchen grinsen und lachen während sie auf ein Tablet schauen.

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