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Matthias Ahlbrecht untersucht eine Brunnenwasserprobe

Brunnenwasser im Kyffhäuserkreis

Das Labormobil hat in den letzten Jahren in Bad Frankenhausen gehalten. Viele Brunnenbesitzer besuchten unsere Informationsstände und gaben ihre Wasserproben zur Analyse ab. Zusätzlich wurde unsere Arbeit durch Bürger aus Sondershausen, Roßleben-Wiehe, Artern und An der Schmücke unterstützt, die uns ihr Brunnenwasser per Post zur Untersuchung zugesandt haben.

Die Verschmutzung des oberflächennahen Grundwassers ist im Kyffhäuserkreis ein großes Problem. Der VSR-Gewässerschutz stellte bei den Brunnenwasseruntersuchungen in der Region bereits in der Vergangenheit fest, dass häufig Belastungen vorliegen. Teilweise werden die Grenzwerte deutlich überschritten. Umso wichtiger ist es, die Entwicklung dieser Situation weiterhin zu beobachten.


Labormobil im Kyffhäuserkreis

Leider wird unser Labormobil dieses Jahr nicht zu Ihnen in den Kreis kommen.

Sie können uns aber Ihrer Wasserprobe von März bis November mit der Post zusenden.

Der VSR-Gewässerschutz rät dazu, kostbares Leitungswasser zu sparen und Brunnenwasser im Garten zu nutzen. Am Labormobil gibt es viele interessante Informationen zur Brunnenwassernutzung. Das Team vom VSR-Gewässerschutz steht Ihnen dort für Fragen bezüglich der Grundwasserbelastung im Kyffhäuserkreis zur Verfügung. An diesem Termin können Sie gerne Ihr Brunnenwasser zur Untersuchung mitbringen, um Klarheit zu bekommen, für welche Nutzungen sich das Wasser eignet.


Belastung des Brunnenwassers im Kyffhäuserkreis

Nitrat im Brunnenwasser im Kyffhäuserkreis

Bei der Auswertung der Untersuchungen im Kyffhäuserkreis hat der VSR-Gewässerschutz festgestellt: In 39,3 % der 2018 bis 2023 untersuchten Brunnenwasserproben liegt die Nitratbelastung über dem Trinkwassergrenzwert von 50 mg /l. Ein Grund für diese Belastung ist die intensive Landwirtschaft. Gerade das oberflächennahe Grundwasser ist besonders belastet. Nitrat im Brunnenwasser stellt bei der Nutzung bereits ab 25 mg/l ein Problem dar: Gartenteiche sollten mit diesem Wasser nicht aufgefüllt werden, da es das Algenwachstum fördert. Für andere Nutzungen muss das Wasser im Garten nicht den Trinkwassergrenzwert einhalten.

Eine Hand mit Handschuh hält eine mit Nitraten belastete Brunnenwasserprobe in die Luft.

Bakterien im Brunnenwasser im Kyffhäuserkreis

Jeder Brunnen altert mit der Zeit und kann undicht werden. Eindringendes Oberflächenwasser transportiert auf diesem Weg coliforme Keime in den Brunnen. Gerade Starkregenfälle können zu Bakterien im Brunnenwasser führen.
Bei den Wasseruntersuchungen im Kyffhäuserkreis fand der VSR-Gewässerschutz coliforme Keime in 52,4 % der 2018 bis 2023 untersuchten Brunnen. Eine weitere Gefahr stellen im Untergrund liegende defekte Abwasserleitungen dar. In diesem Fall kann Abwasser ins Grundwasser eindringen und dieses mit E.coli belasten. E.coli-Bakterien fanden die Experten vom VSR-Gewässerschutz in 9,5 % der 2018 bis 2023 untersuchten Brunnen.

Ein Nährboden mit Bakterien vor einem Grundwasserbrunnen.

Eisen im Brunnenwasser im Kyffhäuserkreis

Eisen im Brunnenwasser ist unangenehm, aber nicht gefährlich und stellt bis zu einem Wert von 0,8 mg/l beim Trinken oder auch beim Befüllen eines Planschbeckens kein Problem dar. In der deutschen Trinkwasserverordnung liegt dieser Grenzwert bereits bei 0,2 mg/l. Dies wurde jedoch in erster Linie aus optischen und geschmacklichen Gründen festgelegt. Leider haben wir im Kyffhäuserkreis in 0,0 % der untersuchten Brunnen schon Eisengehalte von über 0,8 mg/l gefunden. Bei solch hohen Werten kann es zu Problemen bei technischen Geräten kommen und die Ablagerungen von Eisen in den Leitungen können einen Nährboden für Keime darstellen.

Sieben Brunnenwasserproben abgefüllt in Flaschen stehen auf dem Tisch. Die Proben sind teilweise mit Eisen belastet.

Weitere interessante Informationen aus dem Kyffhäuserkreis


Brunnenwasseranalyse im Kyffhäuserkreis

Helfen Sie Grundwasserbelastungen aufzudecken!

Bereits 28 Brunnenbesitzer aus dem Kyffhäuserkreis haben dem VSR-Gewässerschutz ihre Wasserprobe zur Verfügung gestellt. Dies bildet die Grundlage unserer Auswertungen in dem Zeitraum von 2018 bis 2023. Je mehr Brunnenwasserproben wir zur Analyse erhalten, umso aussagekräftiger ist auch unsere Bewertung zur Grundwasserbelastung in Ihrer Region. Die bisherigen Untersuchungen zeigen: Leider ist das Brunnenwasser im Kyffhäuserkreis nicht nur mit Nitrat, sondern auch mit verschiedenen anderen Stoffen belastet. Schließen Sie Gesundheitsrisiken aus und lassen Sie Ihr Brunnenwasser bei uns testen – wir decken Belastungen zuverlässig auf und beraten individuell, was das Ergebnis für Sie bedeutet.


Ein Mann und ein junges Mädchen grinsen und lachen während sie auf ein Tablet schauen.

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Sie erhalten die Termine und Auswertungen 4 – 6 Mal pro Jahr per E-Mail zugesendet.

Fünf Menschen zeigen Ihren Teamwork indem sie sich gemeinsam gegen einen Stein stützen.

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